Jun.-Prof. Dr. habil. Julia Stenzel

Juniorprofessorin

Illustration

Forschungsschwerpunkte:

  • Kulturwissenschaft und Cognitive Science
  • Kultur-, Theater- und Medientheorie
  • Theater der Antike und des Mittelalters
  • Kultur der Weimarer Republik
  • Verhandlungen des Attischen Dramas in Theater und Literatur des 19. Jahrhunderts

Ü. Aspekte des Performativen/MA Ü. Theater- und Medienpraxis: Dramaturgie als Methode. Praxisbezogene Textarbeit an nichtdramatischen Theatertexten.

Jun.-Prof. Dr. Julia Stenzel

Kurzname: Ü Aspekte Performat
Kursnummer: 05.155.16_830

Voraussetzungen / Organisatorisches

Die Übung findet als Blockveranstaltung statt. Genaue Termine folgen.

Inhalt

Was ist Dramaturgie? – Während sich auch nicht sonderlich theateraffinen Zeitgenoss:innen scheinbar von selbst erklärt, was ein Drama, was Schauspiel, was Regie und was eine Bühne sei, ist der Begriff ‚Dramaturgie‘ meist erklärungsbedürftig, ruft höchstens noch eine dunkle Erinnerung an Lessings ‚Hamburgische Dramaturgie‘ auf. Doch gerade in Zeiten eines Theaters, das sich längst von überkommenen Raumordnungen, Blickregimes und Repräsentationskategorien gelöst hat, stellt Dramaturgie eine entscheidende Schnittstelle zwischen künstlerischer Produktion und deren theoretischer Reflexion, zwischen dem ‚davor‘, dem ‚während‘ und dem ‚danach‘ im Theater dar. Diese Stellung zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Praxis soll in der Übung zum Ausgangspunkt für die dramaturgische Arbeit an nicht-dramatischen Theatertexten werden. Die Übung findet in drei Blöcken statt: In einem ersten Block werden historische und methodische Grundlagen der Dramaturgie diskutiert. Ein zweiter Block ist der Arbeit an ausgewählten prä-, post- und nichtdramatischen Theatertexten gewidmet. Im dritten Block stellen die Teilnehmer:innen ihre dramaturgische Arbeit am Text dem Plenum vor, die zwischen zweitem und dritten Block eigenständig weitergeführt wird. Dabei werden auch die Aporien diskutiert, die sich aus dem Experiment einer Dramaturgie ohne Theater ergeben: Was zeichnet eine dramaturgische Lektüre jenseits der konkreten szenischen Umsetzung aus, was geht verloren?

Lektüre zur Einführung: Kati Röttger: Dramaturgie als Methode, in: Christopher Balme, Berenika Szymanski-Düll (Hg.) Methoden der Theaterwissenschaft (2020); Evelyn Deutsch-Schreiner (Hg.): Theaterdramaturgien von der Aufklärung bis zur Gegenwart (2016)

   

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
30.04.2021 (Freitag)16.00 - 17.00 UhrOnline
11.06.2021 (Freitag)17.00 - 18.00 UhrOnline
12.06.2021 (Samstag)09.00 - 13.00 UhrOnline

Semester: SoSe 2021