Aktuelles

Bildnachweis / Foto (Ausschnitt): Jan Genges, unsplash.com

 

Informationen zum Wechsel der Prüfungsordnungen am FTMK

Im Rahmen der turnusgemäß durchgeführten Reakkreditierung wurden die BA-Studiengänge am FTMK – B.A. Theaterwissenschaft (KF/BF), B.A. Filmwissenschaft (KF/BF), B.A. Kulturanthropologie / Europäische Ethnologie (KF/BF) – überarbeitet.

Alle Änderungen inhaltlicher und struktureller Art finden Eingang in neue Prüfungsordnungen. Studierende, die bereits am FTMK studieren, sind bisher auf der PO 2016 immatrikuliert und haben die Möglichkeit, ihr Studium nach den Regelungen dieser Ordnung fortsetzen oder zum WiSe 2024/25 auf die neue Prüfungsordnung zu wechseln. Je nach Studienfortschritt ist ein Wechsel von alter (PO 2016) auf die neue Prüfungsordnung (PO 2024) unterschiedlich empfehlenswert.

Detaillierte Informationen zu allen Fragen rund um die neuen Prüfungsordnungen nach der Reakkreditierung finden Sie übersichtlich gebündelt auf den Seites des FTMK Studienbüros. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die Mitarbeiterinnen des FTMK Studienbüros oder die Studienfachberatung.

Bitte beachten Sie folgende Neuerung zum Wintersemester 2024/25: Ab dem Wintersemester sind die Fächer des FTMK im Zwei-Fächer-Bachelor untereinander wieder kombinierbar! Die Studienfachberatungen der Fächer und die Kolleginnen des FTMK-Studienbüros beraten Sie dazu gerne.

 


SFB 1482 »Humandifferenzierung«

Der Sonderforschungsbereich 1482 »Humandifferen-zierung« wird seit dem 1. Juli 2021 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

An diesem Forschungsverbund beteiligt sind Teilprojekte aus den Kultur- und Sozialwissenschaften der JGU sowie der Geschichtswissenschaft des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte Mainz (IEG).

Im Mittelpunkt des SFB steht die Frage danach, wie Gesellschaften ihre Mitglieder kategorisieren und zuordnen und ihnen damit soziale Zugehörigkeiten und Identitäten nahelegen. Humandifferenzierung meint zunächst die Unterscheidung des Menschen von Tieren und Artefakten wie etwa Robotern, sodann die Einteilung von Menschen in Kategorien und Gruppen wie Ethnien, Nationen, Sprach- und Religionsgemeinschaften und schließlich die Unterscheidung aufgrund von Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Behinderung oder Leistung. Ziel des SFB ist es, eine allgemeine Theorie der Humandifferenzierung zu entwickeln und damit systematisch und historisch die Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen diesen unterschiedlichen Typen der Kategorisierung und Differenzierung zu erforschen.

Die Theaterwissenschaft ist mit zwei Teilprojekten im Arbeitsbereich „Körper und Performance“ vertreten:

Das Teilprojekt A02 „Disability Performance als Humandifferenzierung“ unter Leitung von Jun.-Prof. Dr. Benjamin Wihstutz untersucht, wie sich Disability Performances als Praktiken der Humandifferenzierung in den vergangenen knapp 200 Jahren verändert haben. Mit Leistungsdarbietungen in
Freak- und Sideshows, Inszenierungen der Paralympics sowie inklusiver Theater- und Tanzperformances
der Gegenwart werden drei divergierende Genres historisch vergleichend in den Blick genommen. Ziel des Projekts ist es, zu ergründen, wie sich mit den Inszenierungspraktiken von Disability Performances Verschränkungen und Wechselwirkungen von Devianz und Leistung in der longue durée wandeln oder ungleichzeitig wiederkehren. Vom 25.-27. Mai 2023 findet die internationale Tagung des Teilprojekts "Independence and Collectivity: Configurations of Dis/ability Performance" an der JGU Mainz und auf Zoom statt.

Das Teilprojekt A05 „Staging Differences“ unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Friedemann Kreuder erforscht Humandifferenzierung im Rahmen zeitgenössischer, postdramatischer Theaterformen, die selbstreflexiv
mit der Theatersituation spielen und sozial experimentieren. In den untersuchten Theaterprojekten und ihren Aufführungen wird eine feldspezifische Rollendifferenzierung (z. B. Zuschauer versus Figur/Darsteller/Rolle) zusammen mit ubiquitären Humandifferenzierungen (z. B. ethnischen, religiösen, nationalen) ins Spiel gebracht und auf diese Weise reflektiert. Das Teilprojekt zielt auf die Wechselwirkungen von gewollt-inszenierten Interventionen und alltäglich mitlaufenden, immer schon vorhandenen Unterscheidungspraxen.

Nähere Informationen zum SFB Humandifferenzierung und den Veranstaltungen, finden Sie hier.