Lehrveranstaltungen

MA S. Theorie und Ästhetik: Theatersemiotik

Univ.-Prof. Dr. Friedemann Kreuder

Kurzname: S Theorie&Ästhetik
Kursnummer: 05.155.610

Inhalt

Bereits 1948 definierte Jan Mukarovsky in seiner bahnbrechenden Schrift Kapitel aus der Ästhetik das Kunstwerk als eine Ansammlung außerästhetischer Werte, dessen Sinn – sein ästhetisches Objekt – sich auf seiner rezeptiven Ebene als Korrelat und ästhetischer Reflex im Bewusstsein der/s Betrachtenden allererst herstellt. Er bestimmte ästhetische Funktion, ästhetische Norm und ästhetischen Wert als soziale Fakten und wurde damit, neben dem Begründer des Prager Strukturalismus in den 1930er Jahren, Roman Jakobson, zu einem der Hauptideengeber der Theatersemiotik Erika Fischer-Lichtes, die ihren Theaterbegriff aus der Polysemie und Mobilität theatraler Zeichen heraus entwickelt. Deren ästhetisches Objekt wird im Rahmen ihrer komplexen Relationen als Zeichen von Zeichen konstitutiert. Das Seminar widmet sich einer Re-Lektüre der drei Theoretiker*innen unter den Vorzeichen aktueller Theaterentwicklungen.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt

Semester: WiSe 2020/21