Laura Brechmann M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschungsschwerpunkte:

  • Künstlerische Forschung/Performance Studies (Performance & Philosophy)
  • Essayforschung: Performatives Essay - von inszenierten Versuchen fortführender Gedankenexperimente
  • Der Fall aus der choreografierten Ordnung: Taumel

S. Theatralität, Performativität und Alltagskultur: Bühnenessay

Laura Brechmann M.A.

Kurzname: S Theatralität
Kursnummer: 05.155.16_820

Inhalt

Mit dem „Bühnenessay“ (auch: „szenischer“ / „performativer“ Essay) wird eine Inszenierungsform in den Fokus gerückt, die vor allem in der zeitgenössischen Performancekunst vermehrt in Erscheinung tritt. Allein im Programmheft zur letzten Ausgabe des Impulse Theater Festivals (2016) bezeichneten sich zwei Produktionen als „Bühnenessay“: SITUATION MIT _ DOPPELGÄNGER von Oliver Zahn und Julian Warner sowie UNTITLED (look, look, come closer) von Christine Gaigg und 2nd nature. Eine „Gattungsbezeichnung“, die zwar neuartig klingt, doch bereits 1999 in Hans-Thies Lehmanns Werk zum postdramatischen Theater im Unterkapitel „szenischer Essay“ Erwähnung findet. Ein Zugang zur Forschungsfrage „Was kann ein Bühnenessay sein?“ erfolgt zunächst aus einer literatur- wie medienwissenschaftlichen Perspektive. In den ersten Sitzungen werden einschlägige Texte von T.W. Adorno, Michel de Montaigne und Vilém Flusser zum literarischen Essay als Form wie auch theoretische Texte zur filmischen Untergattung „Videoessay“ gelesen und besprochen. Ergänzend werden ausgewählte Videoessays gesichtet (u.A. von Harun Farocki, Chris Marker). Die interdisziplinäre Auseinandersetzung verfolgt das Ziel, unsere Gedanken zum „Bühnenessay“ zu befruchten und Diskussionen zu befördern. Somit wird sich erst in der zweiten Hälfte des Semesters mit Hans-Thies Lehmanns Text zum „szenischen Essay“ wie auch mit Inszenierungsbeispielen auseinandergesetzt. Das etablierte Verständnis vom Essay und dem „essayistischen Stil“ soll zunächst hinterfragt und unsere Gedanken in andere, zuvor noch nicht berücksichtigte Bahnen lenken. Das Seminar verfolgt nicht das Ziel eine Theorie zum „Bühnenessay“ zu formulieren, um damit eine neue theatrale (Unter-)Gattung zu etablieren. Vielmehr geht es um die Frage, ob und wodurch sich in den erwähnten Inszenierungen eine Stimmung entfaltet, die mitunter als essayistisch zu bezeichnen ist, oder ob es sich bei szenischen Essays nicht eher um „inszenierte Versuche fortlaufender Gedankenentwürfe“ handelt.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
15.04.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
29.04.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
06.05.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
13.05.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
20.05.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
27.05.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
03.06.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
17.06.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
24.06.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
01.07.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude
08.07.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr00 411 P6
1141 - Philosophisches Seminargebäude

Semester: SoSe 2019