Seit Gründung des Faches „Theaterwissenschaft“ an der JGU im Jahr 1991 ist das Szenische Projekt fester Bestandteil des Studiums. In wechselnden Kooperationen erkunden Studierende zusammen mit Vertreter:innen aus Wissenschaft und Praxis kreative Spielräume des Recherchierens, Dokumentierens und Ausstellens sowie die Umsetzung von Gestaltungs- und Inszenierungsprozessen in unterschiedliche mediale Formate. Im Zuge der Reakkreditierung des Studiengangs zum WiSe 2024/25 wurde das Projektformat neu konzipiert und wird seitdem unter dem Namen „Künstlerisches Forschen“ geführt.
Vom Audio Walk („In Zukunft: Mainz – Der Performative Kongress“) über die Szenencollage („Wohnung Welt“), vom Stadtspaziergang („Fadenspiel“, „NARRatio“) über die biographische Performance („N.N.“) bis hin zur akustischen Erlebnis-Wanderung („Waldklang“) wurden und werden Projekte an der Schnittstelle von künstlerischem Forschen und wissenschaftlich-dramaturgischer Reflexion realisiert. Im unten angelegten Veranstaltungsarchiv können Sie sich über die Projekte der vergangenen Jahre informieren.
Ein Kooperationsprojekt der Theaterwissenschaft der JGU Mainz und der Schulmusik der Hochschule für Musik Mainz
Sonntag, den 6. Juli um 14:00 und 17:00 Uhr
LEIZA, Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA), Ludwig-Lindenschmit-Forum 1, 55116 Mainz
Ein Klang breitet sich aus. Er füllt den Raum, trifft auf Wände, Körper, Erinnerungen – und verstummt. Doch was bleibt? Was resoniert und was verklingt ungehört? In dem interdisziplinären Kooperationsprojekt wird das Museum des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) zum Labor klanglicher und szenischer Forschung. Das Publikum ist eingeladen, dem Hören Raum zu geben und seine Grenzen auf die Probe zu stellen.
Barrierefreiheit:
Die Aufführung ist im Erdgeschoss und barrierefrei zugänglich.
Triggerwarnung:
Bitte beachten Sie, dass ein Teil der Aufführung in einem stark abgedunkelten Raum stattfindet. Die Aufführung enthält intensive Klänge. Bei Fragen oder wenn Sie vor Ort Unterstützung wünschen, können Sie uns sehr gerne ansprechen.
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.
Ein Projekt von und mit Studierenden der Theaterwissenschaft an der JGU Mainz und dem Kurs für interkulturelle Musik der Schulmusik an der Hochschule für Musik Mainz:
Sophie Ebelsheiser, Mirja Kost, Kara Röll, Antonia Strammer (Theaterwissenschaft); Alina Bender, Emma Korzilius, Johanna Schumacher, Aaron Siewert, Johann Doufrain, Severin Stein, Lea Wagenbach (Hochschule für Musik / Schulmusik)
Projektleitung
Eleanna Pitsikaki und Annika Wehrle
Ein szenisch-installativer Rundgang durch das LEIZA (Leibniz-Zentrum für Archäologie)
Woran orientieren wir uns? Was prägt unsere Gedanken- und Gefühlswelten? Was und wer bewegt uns? Das Szenische Projekt der Theaterwissenschaft lädt dazu ins LEIZA ein, um die eigene Orientierung auf die Probe zu stellen.
Anlässlich dieser Kooperation öffnet das LEIZA seinen Raum für den szenischen Rundgang von und mit Studierenden der Theaterwissenschaft unter Leitung von Dr. Annika Wehrle und Susanne Schwarz-Steinherz. So hat das Publikum die Gelegenheit, die zukünftigen Ausstellungsräume auf drei Etagen zu erleben. Ein Einblick in einen entstehenden Mainzer Kulturraum verbindet sich mit einem Einblick in menschliche Innenwelten…
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz und in Kooperation mit dem LEIZA (Leibniz-Zentrum für Archäologie).
Beteiligte: Aida Al-Samarai, Nathalie Bösl, Silas Becker, Emma Preyer, Anna Sgambati, Lilli-Lou Trott
Leitung: Annika Wehrle (JGU Mainz) und Susanne Schwarz-Steinherz (Theater StreuLicht / Schornsheim)
Eine Produktion der Kooperation „Archiv Performativ“ in Zusammenarbeit der JGU Mainz/Theaterwissenschaft mit der Hochschule Rhein-Main/Wiesbaden
Studio der Hochschule Rhein-Main / Campus Wiesbaden
In zwei Gruppen haben sich die Studierenden der Theaterwissenschaft gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs Media Management der Hochschule Rhein Main installativ und performativ mit Archiven und damit verbundenen Praktiken beschäftigt. Das Szenische Projekt 2023 nimmt das Archiv als Inspirationsraum und Reibefläche, als Labor für Altes und Neues, für Überflüssiges und Bewegliches, für Zwischenstände, Überholtes und Utopisches, zum Ausgangspunkt performativer und medialer Erprobungen.
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz.
Beteiligte der Performance „Emotions“: Dumitru Coitan, Hannes Todt, Naemie Andrews, Sofia Violetta Dias De Costa, Amelie Gross, Emilia Salome Krieg, Joelle Metz, Sabrina Ranaldi
Beteiligte der installativen Performance „Elements“: Mia Koppisch, Josefine Milde, Similya Chamoun, Somaya Rhazi, Jonas Weinbach, Sophie Haag, Ann-Michou Erhardt, Svenja Jhas, Sahar Khosravimanesh
Leitung: Annika Wehrle (JGU Mainz) und Christopher Dahm (HS Rhein-Main)
Eine musikalisch-szenische Erlebniswanderung
Start- und Zielpunkt: Trechtingshausen, Eingang zum Morgenbachtal
Die Produktion wurde ausgezeichnet mit der Lore 2023. Welterbepreis für Kunst und Kultur /Oberes Mittelrheintal für herausragende kulturelle Leistungen.
Wie klingt der Wald? Wie klang er früher? Wie klingt er morgen? Hört man ihn klagen, wenn die Wälder sterben? Oder liegt im Wald gar die Hoffnung auf eine bessere Zukunft? Das diesjährige Szenische Projekt der Mainzer Theaterwissenschaft (JGU) führt die Kunst zurück an einen der wichtigsten Orte ihrer Inspiration: in den Wald – gleichzeitig Leidtragender und Hoffnungsträger im Klimawandel.
Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zu einer außergewöhnlichen Erlebnis-Wanderung. Auf vier abwechslungsreichen Kilometern entlang des Welterbe-Steigs erwarten Sie rund um die Inspirationsquelle „Wald“ kreative Darbietungen aus den Zeiten der Rheinromantik, aus dem Osten Europas sowie aus der zeitgenössischen Gegenwart. Es handelt sich hierbei um eine Kombination von musikalischen und theatralen Live-Events sowie digitalen Audioelementen. Dabei wird der Wald gleichermaßen als Natur- und Kunstraum sinnlich erfahrbar gemacht und lädt zur Natur- und Selbstbegegnung ein.
Für hochkarätigen Musikgenuss sorgen unsere Stargäste: Solisten des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz vom „Orchester des Wandels e. V. (Adrian Arroyo – Horn, Victor Bustamante – Violine), „The Bingen Jazz Edition“ mit Thomas Bachmann (Saxophon), Sebastian Laverny (Klavier), Ralf Cetto (Bass) und Alex Funk (Schlagzeug), außerdem Rut Bántay am Cello (Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz), Gernot Blume an der Harfe und Alejandro Carlevaro an der Gitarre.
Gefördert wird das Projekt durch den Kultursommer Rheinland-Pfalz. Mitveranstalter ist die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe. Kooperationspartner ist die Klima- und Umweltschutzbeauftragte des Landkreises Mainz-Bingen (Renate Wiedenhöft) im Rahmen der Förderung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Landkreis Mainz-Bingen.
Waldschütze: Ben Birster, Müllerin: Jennifer Brück, Carl von Carlowitz: Eric Terboczi/Philipp Mayer, Friedrich Schlegel: Torge Martinen, Adelheid von Stolterfoth: Julia Hübner, Prinz Friedrich von Preußen: Sebastian Kroll, Guides: Celine Augustin, Kara Edelmann, Jeremias Eichler, Nora Gourgues, Annika Quall, Kaan Trapp
Dramaturgie: Celine Augustin, Ben Birster, Jennifer Brück, Felix Dier, Jasmin Fritz, Julia Hübner, Torge Martinen, Philipp Mayer, Annika Quall, Eric Terboczi, Kaan Trapp
Audiogestaltung: Paul Ansmann, Sebastian Kroll, Torge Martinen, Lukas Ries
Bühne/Gestaltung der Hütte/Kostüm: Alicia Becker, Cato Birkheimer, Jules Költzsch, Jeremias Eichler, Nora Gourgues, Sebastian Kroll, Lukas Ries, Kaan Trapp, Julia Tschoetschel
Kinderangebot: Paul Ansmann, Sandra Fischer, Julia Hübner, Sebastian Kroll, Julia Tschoetschel
Werbung: Karo Benkert, Cato Birkheimer, Kara Edelmann, Jeremias Eichler, Sandra Fischer, Nora Gourgues, Chiara Grima de la Cruz, Julia Tschoetschel
Programmheft: Paul Ansmann, Jules Költzsch
Inspizienz: Alicia Becker
Leitung: Sarah Wendel M. A.
Eine Stadtraumchoreografie / Mainzer Domplatz (Heunensäule)
Es türmt sich etwas auf der Straße, mitten in Mainz. Eine organische Protestarchitektur. Wofür oder wogegen wird sie stehen? Wer entscheidet über ihre Bedeutung? Wen hält sie auf?
Wir manifestieren: Alles was scheiße ist, muss weg! Lasst uns alle ganz unterschiedlich gleich behandeln! Es sollte mehr grün geben! Freiwillige Unterstützer versammelt euch und färbt! Mehr tanzen, weniger nachdenken! Socken sollten verboten werden. Die Verpackung muss man essen. Menschenrechte! Auch für Tiere. Sonne oder Regen – wir brauchen beides. Matratze komm her! – den Boden will ich nicht mehr. Jede Tür drücken, nie wieder ziehen.
Gefördert durch das Institut für Film- Theater- Medien- und Kulturwissenschaft der JGU Mainz, Stiftung Mainzer Theaterkultur und Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz.
Beteiligte: Nele Beimel, Ilias Botseas, Hanna Körner, Lara Kristin Jacobus, Max Mertens, Erik Mionske, Rosa Francesca Parisi, Rouven-Niclas Ruttich, Jan Pschorn, Victoria von Polheim, Sara Voß, Leon Joshua Wille
Künstlerische Leitung: Kollektiv Z00
Assistenz: Handan Zeylan
Projektleitung: Laura Brechmann
Eine biographische Performance zu und über Rudolf Frank
Zensiert – erfolglos – erfolgreich – vergessen.
Ausgangspunkt des diesjährigen szenischen Projekts stellt das Leben und Schaffen eines vermeintlich vergessenen Mainzer Schauspielers, Regisseurs, Autors, Kritikers, Pazifisten, Humanisten, Juden dar.
Zwanzig Studierende der Theaterwissenschaft begeben sich auf Spurensuche: Was macht den Künstler zum Künstler? Was vermag Kunst zu bewirken, was bedeuten Ruhm und Erfolg? Was, wenn die Zensur zuschlägt, das Publikum fehlt und man unsichtbar wird? Wer wird erinnert? Wer vergessen? Und warum?
Dabei werden sie auf der Bühne zu einer Gruppe gesichtsloser Künstler, die nach den Regeln der Showmaster tanzen müssen. Der Konflikt unbedeutend zu werden, ist währenddessen allgegenwärtig.
Gefördert von der Landeszentrale für Politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz.
Spiel: Laura Schröder, Giulia Fasold, Yaël Koutouan, Julia Keller, Maria Philipp, Annika Weber, Annika Schubert, Mercedes Hansen, Tanja Kaminski, Sarah Frank, Lukas Röber, Mahtab Rahmani, Jannika Fricke (Künstler)
Martin Schwarz, Tanja Kaminski, Julia Keller, Lukas Röber, Mercedes Hansen, Maria Philipp (Rudolf Frank)
Leila Suhrab, Salvatore Lena (Showmaster)
Regie: Annika Schubert, Yaël Koutouan, Salvatore Lena, Lukas Röber, Julia Keller, Shanice Rössel, Mercedes Hansen, Barbara Frazier
Autoren: Yaël Koutouan, Annika Weber, Lukas Röber, Salvatore Lena, Jannika Fricke, Maria Philipp
Szenischer Spaziergang / Startpunkt Landeszentrale für politische Bildung
Bist du ein Narr? Der Narr im heute und auch morgen? Sag, bist du vernarrt in das Leben, die Liebe, die Menschen, das Lachen oder einen Baum? Der Narr kann uns viel häufiger ein Vorbild sein, als wir denken. Stellt euch das mal vor: Narrenfreiheit, Lachen bis zum Rausch, keine Grenzen – ein Wesen am Rande der Mehrheit. Oder doch eher mittendrin?
Bei einem szenischen Spaziergang durch die Stadt gehen wir dem Narren auf den Grund. Er führt uns an Orte, die wir tagtäglich sehen und dennoch nicht wahrnehmen oder nur zu kennen glauben. Das Projekt wird gestaltet von und mit Studierenden der Theaterwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität. Das Narrenschiff legt ab mit Kurs auf neue Horizonte. Was letztlich auf euch zukommt, wisst ihr nicht. Wir auch nicht. Aber die Frage ist doch, ob Narren sowas immer im Voraus wissen. Ach, und glaubt ihr, dass ein Erwachsener nur 1 bis 5 Mal am Tag lacht? Wir nicht.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz.
Projektleitung: Holger Tapp, Jonathan Roth
Lehrveranstaltungsleitung: Annika Rink
Regieassistenz: Leona Aleksandrovic, Tabea Aust
Dramaturgie: Vivien Leni Früh, Fabian Groß, Theresa Güttler, Elias Lange, Martina Schudok
Schauspiel: Maren Breuer, Jessica Enzminger, Nicole Ernst, Solange Michelle Forestier, Jan Leon Höft, Calvin Hüttner, Elias Lange, Sevil Sarikas, Nina Seeh, Robert Sauerborn
Kostüm/Requisite: Jasmin Clemens, Megan Grote, Sophie Hein, Irina Kraft, Luise Lauter, Debora Oeming, Isabell Pietruschka, Anna Maren Stecking
Ein Audio-Walk durch fiktive Wirklichkeiten und wirkliche Fiktionen auf dem Uni-Campus der JGU Mainz
Bei dem Versuch, in die Zukunft zu denken, schöpft man meist aus Bekanntem und Tradiertem, entnimmt Bilder und Muster der Gegenwart oder Vergangenheit. Wir setzen Utopien in ein Verhältnis zu Anwesendem und Abwesendem und greifen dabei auf unsere Erfahrung und das Wissen zurück, das wir über die Gesellschaft in der wir leben haben. Wie aber können wir konstruktiv an einer Zukunft arbeiten, ohne in Endzeitstimmung zu verfallen und ohne unsere Utopien von gegenwärtigen Normen oder der gedanklichen Reproduktion von Vertrautem in neuem Gewand einholen zu lassen? Wie kann ein Noch-Nicht ausgehalten werden, ohne die Variablen vorschnell durch provisorische Platzhalter zu füllen? Und wie können Visionen entstehen, deren seherische Kraft sich mit der Durchlässigkeit für Unvorhersehbares mischt?
Mit den Mitteln des Theaters wagt IN ZUKUNFT:MAINZ – DER PERFORMATIVE KONGRESS den Sprung ins Ungewisse, fördert dystopische Untiefen zutage und erprobt utopische Gegenwelten. Der Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird dabei zum Zukunftslabor. Orte des Forschens, Hörsäle, Gewächshäuser und Archive laden im Rahmen des Projekts dazu ein, nahegelegte oder naheliegende Zukunftsprognosen auf die Probe zu stellen und bei einem performativen Audiowalk spielerisch zu befragen.
Kooperationsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Hochschule Mainz Gestaltung und des Staatstheaters Mainz. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz, der Stiftung Mainzer Theaterkultur und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz.
Studierende der Theaterwissenschaft: Emma Atzenroth, Weronika Bielesza, Anna Breithausen, Lillifee Breuer, Davida Brown, Josephine Egenolf, Hannah Frauenrath, Kristin Hecken, Michelle Koprow, Marcena Kortsik, Kristin Kumria, Maria Nesemann, Nele Oeser, Katharina Olt, Laura-Marie Preßmar, Antonia Richter, Julian Schmelcher, Pia Schöning, Daphne Schwerhoff, Marilis Sonnen, Natalie Sträßer, Linda Weißenrieder
Studierende Hochschule Mainz Gestaltung: Timo Bahnmüller, Natasha Fry, Anne Gouverneur, Lisa Hartling, Katharina Kasinger, Kassandra Kornett, Jessica Menardi, Issara Orikasa, Stefan Pistauer, Hannah Schröder, Sophie Seidler, Alexandra Streubel, Michelle Tabarelli, Nadja Trautmann, Alona Vlasenko
Künstlerische Leitung: Sara Ostertag und Annika Wehrle
Dramaturgie: Malin Nagel
Szenografische Konzeption und Beratung: Wolf Gutjahr, Andreas Kaiser, Nanna Neudeck
Schauspieltraining: Sebastian Brandes
Regieassistenz: Amelie Barucha
Produktionsassistenz: Bianca Wolf
„Who WILL believe my verse in time to come?” – Ein szenischer Abend zu den Sonetten Shakespeares im Hörsaal/Theater P 1 (Philosophicum)
Im Zeitalter von Botox, Facebook und Partyexzessen haben Shakespeares Sonette offensichtlich ihre Relevanz verloren. Oder vielleicht doch nicht?
Diese Überlegung bildet die Grundlage für die Arbeit des diesjährigen Szenischen Projekts der Theaterwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Studierenden befassen sich auf ihre ganz eigene Art mit den weniger populären lyrischen Werken des Poeten und erarbeiten selbst eine Inszenierung, die gleichermaßen das Bild einer Generation widerspiegelt, welche sich durch permanente Selbstdarstellung und das Leben für den Moment auszeichnet.
Oft verstecken wir unser Selbst hinter Masken. Was ist wirklich echt und was nur gespielt? Welche Probleme beschäftigen uns und welche Werte vertreten wir noch, wenn die Oberflächlichkeit regiert? Was bleibt, wenn die Schönheit doch am Ende vergeht und der Zeit zum Opfer fällt?
In einem rauschenden Zusammenspiel aus Wort, Tanz und Musik werden die Shakespeare-Sonette und eigene Kreationen, moderne Musik und eigene Kompositionen miteinander vermischt und Wahrnehmungsgewohn-heiten ins Wanken gebracht.
„Will Shakes“ lädt ein, hinter die Masken zu blicken!
In Kooperation mit der Hochschule für Musik Mainz und der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz.
Regie: Claudia Isabel Martin
Lehrveranstaltungsleitung: Annika Rink
Projektassistenz: Nele Beinborn, Luisa Schumacher
Regieassistenz: Michaela Kurz
Schauspieler*innen: Ayla Adigüzel, Franziska Bonk, Jennifer Dannler, Rabea Hondrich, Désirée Just, Christoph Kugler, Julian Most, Björn Nienhuys, Louisa Panten
Dramaturgie: Sinja Baier, Jennifer Dannler, Anna Delbrück, Rabea Hondrich, Alexandra Kahlenberg, Christoph Kugler, Thorben Matthies, Louisa Panten, Patrick Rudolph, Elen Schmidt, Luisa Zech
Bühne und Kostüme: Ayla Adigüzel, Anne Eisele, Miriam Engelmann, Melanie Lang, Imelda Tromm, Lisa Wegener
Choreographie: Franziska Bonk, Viktoria Güdelhöfer, Julian Most, Michelle Sellmann, Luisa Zech
Technik: Miriam Flemming, Melanie Lang, Julian Most, Nienhuys Björn, Patrick Rudolph
Komponist*innen: Victoria Braum, Friederike Graebsch, Henriette Jakobi, Viktor Maier, Lea Rohde, Olaf Stavenhagen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Friederike Altherr, Sonja Bentz, Miriam Flemming, Anne-Sophie Grünnagel, Melanie Hamm, Désirée Just, Laura Kracht
Schmidtchen und Menzi sind in Aufruhr. Irgendwas läuft schief auf dieser Welt. Währenddessen in der Wohnung von Ben, Victor, Julie und Nala: Der Vermieter macht Druck, Ben hat kein Geld, Victor ist dauerhaft busy, Julie sitzt zwischen den Stühlen und Nala sollte eigentlich schon längst wieder zurück sein. Dann ist da noch Victors Freundin Gloria, die sowieso ständig in der WG rumhängt. Victor macht Ben schließlich ein Angebot, das er nicht ablehnen kann, Glorias Geburtstag steht vor der Tür und Nala schreibt spannende Briefe aus der Ferne. Total banal, global, normal, BANANE?!
Und dann gibt es plötzlich Momente der Verfremdung, der Surrealität, in denen das Unterbewusstsein überhandnimmt. Bomben fallen, Bananen sprechen und Träume werden zur Wirklichkeit. Mit der Zeit wird es schwieriger, zwischen Absurditäten und WG-Leben zu unterscheiden. Alle wollen irgendwie mehr, aber keiner weiß woher. Die Wohnung als Welt, die Welt als Wohnung?!
Das diesjährige Szenische Projekt der Theaterwissenschaft wagt eine theatrale Konfrontation mit dem Weltmarkt und soll Bewusstsein dafür schaffen, wie uns globale Wirtschaftsmechanismen schon in alltäglichen Situationen und Beziehungen begegnen. Aspekte der Entwicklungszusammenarbeit und der Globalisierung werden auf die Ebene einer Wohngemeinschaft übertragen. Das Zusammenleben der Bewohner in „Wohnung Welt“ ist geprägt von Abhängigkeitsverhältnissen, Verschwendung und intriganten Machenschaften – bis die nächste Party startet.
Wie verändert sich der Umgang miteinander – in einem Mikrokosmos zwischen Wirklichkeit und Absurdität?
In Kooperation mit dem Referat für Grundsätze der Entwicklungszusammenarbeit des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz.
Regie: Susanne Schmelcher
Projektassistenz: Nora Junghanß
Lehrveranstaltungsleitung: Annika Rink
Regieassistenz: Sebastian Luke Specht
Schauspiel: Pierre Balazs, Andra Deiß, Yannik Gorka, Annabel Gärtner, Tatjana Grandl-Geier, Thomas Heep, Vanessa Kimpel, Florian Mahlberg, Mathias Müller, Nina Olschewski, Roxane Sotirakis-Pönsgen, Nicole Suckert, Agnes Terebesi, Viktoria Weigel
Choreographie: Thomas Heep, Agnes Terebesi
Dramaturgie und Autoren: Marina Andrée, Nora Becker, Nele Beinborn, Franziska Berlitz, Andra Deiß, Yannik Gorka, Tatjana Grandl-Geier, Thomas Heep, Rahel Jacobs, Florian Mahlberg, Nina Olschewski, Nicole Suckert, Agnes Terebesi
Bühne und Kostüme: Jessica Bader, Henriette Buss, Annabel Gärtner, Vanessa Kimpel, Melissa Leidig, Liesa Petereit, Roxane Sotirakis-Pönsgen, Viktoria Weigel, Reyhan Özdemir
Video und Musik: Hannes Mager, Mathias Müller, Luisa Schumacher, Antonie Zschoch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Pierre Balazs, Lena Fiebig, Lena-Marie Grenzmann, Mareike Hauser, Conny May, Tim Nauerz, Anne Sokolowski, Caja Stübenrath
Szenisches Projekt im P 1 / Philosophicum
Ob und inwieweit ein Teufel im Menschen steckt, lässt sich ohne Weiteres nicht beantworten. Immer wieder hören wir jedoch von Ereignissen im Weltgeschehen, die uns unweigerlich darauf schließen lassen, dass der Teufel am Werk gewesen sein muss. Studierende der Theaterwissenschaft wagen das Experiment, dieser Frage nachzugehen. Anhand einer Zusammenführung zweier Stücke, die sich auf ganz eigene und höchst unterschiedliche Weise dem Teufelsmythos in der Gesellschaft nähern, wird die Macht des Teufels über den Menschen demonstriert.
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz und der Stiftung Mainzer Theaterkultur, unterstützt von GLOBUS Nordenstadt.
Regie: Anja Kühnhold
Projektleitung: Susanne Schulze
Lehrveranstaltungsleitung: Sarah Wendel
Regieassistenz: Susanne Schulze, Leona Dölger
Dramaturgie: Katharina Beinroth, Theresa Berwian, Saskia Frank, Melanie Mortelè, Silvia Büdinger, Simone Gölz, Anna Landwehr, Lisa Wystrach
Presse: Elena Backhausen, Annika Schanne, Leoni Jüttendonk,
Haniel Alchrbji, Lisa-Mareike Junge, Moritz Schwörer
Kostüme: Michèle Fennel, Sara Hövelborn, Theresa Kost, Anna Kunz,
Magdalena Seitz
Technik/Bühne: Eliza Ehring, Laura Hakenbeck, Leonie Marie Maul, David Rothfuß, Melanie Schulze, Sven Vaupel, Anna Williams
Darstellerinnen und Darsteller: Hadiel Alchrbji, Leona Dölger, Marion Dunkert, Laura Hakenbeck, Anna Kunz, Oliver Maaßberg, David Neukirch, Melanie Schulze, Moritz Schwörer, Marie Lilli Beckmann, Rebekka Gebert, Clara Palau y Herrero, Mona Sabaschus, Carlos Alonso Salazar Pineda, Damian Popp, Nicola Schneiker, Magdalena Seitz, Caroline Wiemann
Saxophon: Sebastian Rosche
Ein Theaterspaziergang durch die Mainzer Innenstadt
Vom Thema des Kultursommers „Gott und die Welt“ inspiriert hat sich das Team von „Fadenspiel“ auf eine Reise durch die Zeit gemacht, um herauszufinden, was zu den verschiedenen Zeiten als „Von Gott gegeben“ oder „Schicksal“ angesehen wurde. Grundfragen für die Reise waren unter anderen: Welche Szenen/Texte der Dramen-, Literatur- und Kirchengeschichte befassen sich im Laufe der Jahrhunderte mit diesem Thema und wie lassen sich diese szenisch umsetzen? Wie wurden z. B. höfische Feste inszeniert? Gibt es heute noch „Von Gott gegebene“ Umstände? Und wer oder was bestimmt eigentlich unser Leben? Die Studierenden haben Texte, Lieder, Ideen, Themen, Bilder, Artikel usw. gesammelt und werden diese in Spielszenen umsetzen. Zur Aufführung werden nicht nur Texte von Calderón, Goethe oder Brecht kommen, sondern auch selbst verfasste Texte.
Geleitet von den 3 Nornen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wird die Produktion mitten in die Mainzer Innenstadt gehen: Vom Haus der Jugend über das Naturhistorische Museum, die Ruine der Christophskirche und die Altstadt bis zum Landtag – hier wird die Stadt zur Kulisse.
Unterstützt vom Kultursommer Rheinland-Pfalz und in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) Rheinland-Pfalz, dem Staatstheater Mainz und dem Haus der Jugend
Projektleitung/Regie: Heike Mayer-Netscher
Koordination (Institut für Theaterwissenschaft): Annika Rink
Projektassistenz: Nora Junghanß
Organisation: Eefke Kleimann, Lisa Glowatzki
Regieassistenz: Julia Deppe, Rosi Wahlmann
Dramaturgie: Milena Vatter, Laura Brechmann, Liliana Gottschalk, Alea Ibrahim, Myriam Rohn, Hans Roth, Angelika Schwarzkopf, Friederike Seitz
Musik-Dramaturgie: Laura Müller, Wolf Weingarten
Schauplätze-Team: Laura Brechmann, Lisa Glowatzki, Friederike Oberkrome, Felix Poulheim
PR/Öffentlichkeitsarbeit: Svenja Stöbbe, Nitjakan Bunbuamas, Vanessa Dietz, Mona El Amir, Lisa Eschborn, Laura Gunder, Kristina Müller, Rachel Pauels, Svenja Waschipki, Franziska Zirwes
Schauspiel: Verena Arndt, Aurélie Braunholz, Oliver Franke, Maren Grna, Lisa Heinz, Judith Hirt, Lydia Liedtke, Claudia May, Maike Michel, Sira Möller, Felix Poulheim, Martin Raisch, Merle Schrobsdorff, Sophia Steinmetz, Franziska Strepp, Janis Vollert, Miriam Wagner, Marcel Nascimento, Sandra Zöllner
Technik/Ausstattung: Katharina Dietz, Isabel Dauenheimer, Hannah Groschke, Josefin Kwon, Tony Jachan, Alexander Mahrenholtz, Friederike Oberkrome, Andrea Schenn, Juliane Taggeselle, Manuela Urban, Johanna Winkens