Noa Winter M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Illustration

Forschungsschwerpunkte:

  • Queer, Disability und Gender Studies
  • Politik und Ästhetik des Gegenwartstheaters und Aktivismus
  • Wissensgeschichte und Humandifferenzierung

HS. Theatralität und Medialität: Perspektivwechsel - Politiken des Zuschauens

Noa Maria Winter M.A.

Kurzname: HS Theatralität
Kursnummer: 05.155.16_1020

Empfohlene Literatur

Hochholdinger-Reiterer, Beate/Boesch, Géraldine/Behn, Marcel (Hg.) (2018): Publikum im Gegenwartstheater. Berlin: Alexander Verlag.

Czirak, Adam (2012): Partizipation der Blicke. Szenerien des Sehens und Gesehenwerdens in Theater und Performance. Bielefeld: transcript.

Inhalt

Als Theaterwissenschaftler_innen sind wir Teil des Publikums: Wir sind Zuschauer_innen. Die in dieser Bezeichnung enthaltene Fokussierung auf die visuelle Komponente einer Aufführung ist jedoch eine stark verkürzte Reduktion dessen, was unseren Theaterbesuch ausmacht. So ist etwa das Hören ein gleichermaßen selbstverständlicher Teil des Beiwohnens einer Aufführung, welcher im Begriff des Zuschauens allerdings höchstens implizit mitläuft. In den vielfältigen, historischen wie gegenwärtigen Schauanordnungen kommen häufig noch weitere Komponenten zum Tragen, wie etwa das Gesehen-Werden, das Interagieren oder das Partizipieren. Besonders im Gegenwartstheater wird die Aufführung von einer Vielzahl von Künstler_innen implizit oder explizit als kollektiver, partizipativer oder immersiver Erfahrungsraum konzipiert.
Dementsprechend verschiebt das Seminar die Perspektive von der Analyse der Präsentation zur jener der Rezeption von Kunst und stellt die eigenen Wahrnehmungsdimensionen und -positionen in den Mittelpunkt der Auseinandersetzung: Wie wird Zuschauen inszeniert, analysiert und theoretisiert? Und wie lässt sich Zuschauen historisch, sozio-kulturell, phänomenologisch, ästhetisch und empirisch beschreiben?
Nicht zuletzt wird das Seminar Zuschauen als ein Set zutiefst normierter körperlicher, visueller und kognitiver Praktiken herausarbeiten und damit auch Grenzen des Zuschauens thematisieren. Denn wie etwa der Einsatz von Audiodeskription und Gebärdensprache zeigen, ist die visuelle und akustische Wahrnehmung einer Aufführung nur eine vermeintlich selbstverständliche Grundannahme. Abgerundet wird das Seminar durch mehrere gemeinsame Aufführungsbesuche in der Region, welche die theoretische Beschäftigung mit der Thematik durch die Reflexion eigener Erfahrungen des Zuschauens erweitern und vertiefen.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
18.10.2019 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
25.10.2019 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
26.10.2019 (Samstag)10.00 - 16.00 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
22.11.2019 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
29.11.2019 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
06.12.2019 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
13.12.2019 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
10.01.2020 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
17.01.2020 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
18.01.2020 (Samstag)10.00 - 16.00 Uhr01 461 P108
1141 - Philosophisches Seminargebäude
24.01.2020 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
31.01.2020 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude
07.02.2020 (Freitag)10.15 - 11.45 Uhr01 411 P101
1141 - Philosophisches Seminargebäude

Semester: WiSe 2019/20