Lehrveranstaltungen

S. Theorie und Ästhetik: Theater und Postkolonialismus

Jun.-Prof. Dr. Benjamin Wihstutz; Isabelle Zinsmaier

Kurzname: S Theorie & Ästhetik
Kursnummer: 05.155.16_530

Voraussetzungen / Organisatorisches

Im Fall eines Digitalsemester findet das Seminar nicht im Block, sondern 14tägig am Freitag von 12-15 Uhr statt.

Inhalt

Der Begriff Postkolonialismus umfasst drei Dimensionen. Erstens die zeitliche Epoche seit Ende des nationalen Kolonialismus, zweitens die Postcolonial Studies als Theorieströmung, welche die Folgen und das Fortwirken des Kolonialismus analysieren und drittens eben dieses Fortwirken: die Kontinuität von im Kolonialismus entstandenen strukturellen und epistemischen Machtstrukturen.

Im deutschsprachigen Theater sind Fragen nach Postkolonialismus und Dekolonisierung im letzten Jahrzehnt insbesondere durch die Blackfacing Debatte, die Selbstpositionierung von Theatern wie dem Maxim-Gorki-Theater oder dem Ballhaus Naunynstraße in Berlin sowie durch die aktivistische und künstlerische Arbeit verschiedener – häufig selbst von Rassismus betroffener - Künstler*innen angestoßen worden. Diese jüngste Geschichte post- und dekolonialer Ansätze im Theater soll in diesem Blockseminar im Hinblick auf aktuelle Inszenierungen (u.a. Azimut Dekolonial Remix, Die Kränkungen der Menschheit, Herero_Nama) als auch auf institutionellen Ansätze (u.a. Ballhaus Naunynstraße, Maxim-Gorki-Theater: Exilensemble, Kampnagel: Migrantpolitan) diskutiert werden. Begleitend gelesen werden Schlüsseltexte aus den Postcolonial Studies, von Vertreter*innen des Dekolonialismus sowie aus den jüngeren deutschsprachigen Diskursen zu Theater und Postkolonialismus.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt

Semester: WiSe 2020/21